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Rechnen mit Äquivalenzziffern

Ein Unternehmen möchte die Selbstkosten für die Sorten eines Produktes bestimmen. Die verschiedenen Sorten durchlaufen die einzelnen Produktionsstätten und beanspruchen diese unterschiedlich stark. Die Äquivalenzziffernkalkulation verteilt die entstehenden Gemeinkosten (Kosten, die nicht direkt der Sorte zurechenbar sind) verursachungsgerecht auf die einzelnen Sorten, d.h. es findet eine Zuordnung zu den Kostenträgern statt.

Sollte es in den Aufgaben Einzelkosten geben, sind diese direkt den Sorten zugeordnet.

Diese Rechenart ist anwendbar bei Sortenfertigung (artverwandte Erzeugnisse). Es handelt sich zwar um gleichartige Artikel, die sich aber z.B. nach

  • Größe,
  • Materialeinsatz oder
  • Bearbeitungszeit

unterscheiden. Die Artikel werden mithilfe der Äquivalenzziffern vergleichbar gemacht. Es werden gleichwertige Verrechnungseinheiten gebildet.

Das Kostenverhältnis der artverwandten Erzeugnisse werden durch Äquivalenzziffern (Verhältniszahlen) ausgedrückt. Das Haupterzeugnis („Einheitssorte“) erhält die Äquivalenzziffer 1, die anderen Erzeugnisse werden zur Einheitssorte in Beziehung gesetzt, dieses drückt sich durch einen Zuschlag oder Abschlag in Beziehung zu 1 aus.

Dieses Verhältnis der Erzeugnisse untereinander wird durch die Äquivalenzziffernkalkulation ausgedrückt.

Ziel: Verteilung der Gesamtkosten oder Gemeinkosten nach dem Aufwand (z.B. Materialeinsatz, Größe)

  • Ein Betrieb stellt ähnliche Produkte (in Sorten) her
  • Bildung von Äquivalenzziffern (ÄZ), welche das Kostenverhältnis zwischen den einzelnen Sorten ausdrücken
  • Festlegung der Einheitssorte (Grundsorte) mit der ÄZ = 1,00
  • Entsteht für eine andere Sorte z.B. 75 % (Dezimalschreibweise = 0,75) mehr Aufwand, so ergibt sich die Äquivalenzziffer 1,75 (1,00 + 0,75)

 

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